Das Kind hat einen Namen

„Das Kind hat einen Namen“ ist ein Lied über Verstehen, das spät kommt, aber vieles neu einordnet. Über ein Leben, das lange von Anpassung, Funktionieren und innerer Unruhe geprägt war, ohne zu wissen warum.

Der Song beschreibt den Moment, in dem Zusammenhänge sichtbar werden. Nicht als Erlösung und nicht als einfache Lösung, sondern als etwas, das Schuld nimmt und Sprache gibt. Es geht um das Erkennen eigener Grenzen, um den Wert von Struktur und um die Erleichterung, sich nicht länger als falsch empfinden zu müssen.

Im Mittelpunkt steht ein inneres Kind, das lange durchgehalten hat. Das gelernt hat, still zu sein, sich anzupassen und zu überleben. Mit dem Wissen um den eigenen Hintergrund entsteht Raum für Selbstannahme, für Ruhe und für einen vorsichtigen Umgang mit sich selbst.

„Das Kind hat einen Namen“ erzählt von Akzeptanz statt Kampf. Davon, dass nicht alles leichter wird, aber manches verständlicher. Und dass Hoffnung manchmal genau dort beginnt.


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Der Text zum Song:

Mein ganzes Leben lang
War alles irgendwie zu viel
Zu laut, zu nah, zu schnell
Und ich wusste nie, warum

Ich hab funktioniert
Still, angepasst, geschniegelt
Satt und sauber durch die Tage
Aber innen war nichts ruhig

Ich dachte immer
Das liegt an mir
Zu sensibel, zu schwach
Nicht richtig hier

Heute weiß ich, warum
Und es nimmt mir nicht den Schmerz
Aber es nimmt mir die Schuld
Und trifft mich mitten ins Herz

Das Kind hat einen Namen
Und ich darf endlich sein
Nicht verrückt, nicht falsch
Nicht allein

Ich hab gelernt zu gehorchen
Aus Angst, aus purem Schock
Hab mich kleiner gemacht
Um bloß nicht aufzufallen

Liebe kam in Dosen
Strenge war das Gesetz
Und ich hab mich selbst verloren
Um zu überleben, Stück für Stück

Ich hab alles gegeben
Hab durchgehalten, so lang
Doch keiner hat gesehen
Wie viel Kraft das mich kost’n kann

Heute weiß ich, warum
Und es macht nicht alles gut
Aber manches wird leichter
Und endlich wird mir bewusst

Das Kind hat einen Namen
Und ich trag ihn mit mir
Nicht kaputt, nicht faul
Nur anders als ihr

Ich brauch Struktur wie Luft
Pläne halten mich zusammen
Wenn sich alles ändert
Fällt mir der Boden weg

Ich spür mich oft zu wenig
Und manchmal viel zu stark
Zwischen Nähe und Rückzug
Such ich meinen Platz

Heute weiß ich, warum
Warum ich so oft zerbrach
Warum Regeln mir Halt geben
Und Druck mich hilflos macht

Das Kind hat einen Namen
Und es darf jetzt ruh’n
Ich muss nicht mehr kämpfen
Um mir selbst zu genügen

Es wird nicht immer leichter
Aber öfter mal still
Und manchmal fühlt es sich an
Als wär Hoffnung genug

Das Kind hat einen Namen
Und das ist gut

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