Zerissen

Zerrissen ist ein Lied über Abschied, der nicht heilt, sondern bleibt. Über Kinder, die zwischen Entscheidungen stehen, die sie nicht getroffen haben, und Erwachsene, die loslassen müssen, obwohl sie halten wollen.

Der Song erzählt von Bindung, die nicht endet, nur weil Wege sich trennen. Von Liebe, die keinen Anspruch stellt, aber Spuren hinterlässt. Von dem Schmerz, wenn Nähe abrupt endet und Gefühle in Akten, Fristen und Entscheidungen keinen Platz finden.

Im Mittelpunkt steht das Gefühl des Dazwischen. Zwischen zwei Welten, zwei Herzen, zwei Sicherheiten. Und die Erfahrung, dass man sich trennen kann, ohne innerlich auseinanderzugehen. Dass Erinnerung, Geruch, Stimme und Gefühl bleiben, auch wenn jemand geht.

Zerrissen ist kein lauter Protest. Es ist ein stilles Lied über Würde, über Ohnmacht und über eine Liebe, die nicht an Besitz gebunden ist. Eine Liebe, die bleibt, selbst wenn Loslassen notwendig wird.


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Der Text zum Song:

Ich steh im Strom, die Menge zieht,
alle seh’n nur, was man sieht.
Doch ich trag ein kleines Zeichen hier,
ein Band aus Licht – das spricht von mir.

Ich lächle oft, doch innen weint’s,
ich bin nicht schwach, nur anders gemeint.
Du siehst kein Pflaster, keinen Gips,
doch manchmal fällt mir jeder Schritt.

Ich trag mein Sonnenblumenband,
damit ein Herz mich irgendwann
nicht fragt: „Was stimmt denn nicht mit dir?“
sondern sagt: „Komm, ich geh mit dir.“
Es ruft nicht laut, doch spricht so klar:
„Unsichtbar ist nicht egal.“

Ich bitte selten – viel zu still,
weil ich nicht zeigen will, was ich nicht will.
Doch wenn ich zög’re, bleib kurz stehn,
dann heißt das oft: Ich brauch dich jetzt zum Gehn.

Du kannst mich tragen – ohne Arm,
nur mit Geduld und einem warmen
Blick, der nicht bewertet, fragt,
sondern einfach bei mir bleibt.

Ich trag mein Sonnenblumenband,
damit ein Herz mich irgendwann
nicht fragt: „Was stimmt denn nicht mit dir?“
sondern sagt: „Komm, ich geh mit dir.“
Es ruft nicht laut, doch spricht so klar:
„Unsichtbar ist nicht egal.“

Und jeder Mensch hat seine Schlacht,
die niemand sieht in stiller Nacht.
Manchmal reicht ein kurzer Blick,
und ein kleines Band – zurück ins Licht.

Ich trag mein Sonnenblumenband,
damit ein Herz mich irgendwann
versteht, wenn Worte nicht mehr geh’n
und hilft, mich wieder aufzustellen.
Es ruft nicht laut, doch spricht so klar:
„Unsichtbar ist nicht egal.“

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