Ich tanz da durch 2.0 ist eine selbstbewusste Antwort auf Bürokratie, Ablehnung und starre Systeme. Der Song erzählt von Formularen, Gutachten und Entscheidungen über Menschen, die oft getroffen werden, ohne deren Alltag wirklich zu verstehen. Doch statt in Resignation zu versinken, wählt der Song eine andere Haltung.
Im Mittelpunkt steht Widerstand auf eine besondere Art. Nicht laut zerstörerisch, sondern trotzig lebendig. Tanzen wird zum Bild für Selbstbehauptung. Trotz Ablehnung, trotz Unverständnis, trotz wiederholter Hürden bleibt die Haltung klar. Ich bin nicht falsch. Ich bin nicht weniger. Ich gehe meinen Weg.
Der Song verbindet Ernst mit Leichtigkeit. Er spricht über Unsichtbarkeit, über das Gefühl, nicht ins System zu passen, und setzt dem eine kraftvolle Lebensbejahung entgegen. Das Sonnenblumenband steht dabei symbolisch für sichtbare und unsichtbare Herausforderungen, aber auch für Stärke und Identität.
Ich tanz da durch 2.0 ist kein Weglaufen vor Problemen. Es ist ein bewusstes Hindurchgehen. Mit Haltung, mit Humor und mit dem festen Entschluss, sich nicht definieren zu lassen von Akten, Urteilen oder Normen.
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Der Text zum Song:
Hab ’nen Stapel voller Briefe –
alle sagen wieder Nein.
MDK war kurz mal da,
fand mein Alltag „nicht gemein“.Die Kasse zählt die Centbeträge,
als wär ich ein Geschäft.
Doch ich zähl lieber Sonnenstrahlen,
hab heut einfach Lust auf echt!Sie sagen: „So geht das nicht, das passt nicht ins System.“
Ich sag: „Schön für euch – ich bleib trotzdem unbequem!“Denn ich tanz da durch – barfuß auf dem Amt,
lach dem Leben ins Gesicht, auch wenn’s mal brennt am Rand.
Ich heb mein Herz, wo andre klagen,
zieh mein Sonnenblumenband.
Und wenn du fragst, wie ich das schaff –
Sag ich: Einfach, weil ich kann!Die Welt hat manchmal kalte Füße,
doch ich trag mein schönstes Kleid.
Ein Rollstuhl wär jetzt hilfreich,
doch ich nehm mir trotzdem Zeit.Versorgungsamt versteht mich nicht,
doch ich muss mich nicht verstecken.
Ich bin nicht falsch – nur anders gut –
und das werd ich nicht verrechnen.Sie sagen: „Dafür fehlt das Geld, das sieht man dir doch nicht.“
Ich sag: „Ich leuchte trotzdem – auch mit innerm Widerspruch!“Denn ich tanz da durch – barfuß auf dem Amt,
lach dem Leben ins Gesicht, auch wenn’s mal brennt am Rand.
Ich heb mein Herz, wo andre klagen,
zieh mein Sonnenblumenband.
Und wenn du fragst, wie ich das schaff –
Sag ich: Einfach, weil ich kann!Du denkst, man sieht nicht, was ich trage?
Vielleicht, weil du weg siehst.
Doch ich geh nicht unter –
Ich steig auf. Und ich dreh auf!Ich tanz da durch – auf jedem Amt,
nehm mein Leben in die Hand und spring durch jeden Wiederstand.
Ich heb mein Herz, wo andre klagen,
mal laut, mal leise, ganz entspannt.
Und wenn du fragst, wie ich das schaff –
Sag ich: Einfach, weil ich kann!
Oh ja – einfach, weil ich kann!
