Ellas Trauer

Ellas Trauer ist ein Lied über Abschied von Vorstellungen. Über eine Trauer, die nicht laut beginnt, sondern leise kommt und bleibt.

Grundlage für diesen Song war ein Social-Media-Post von Ella Hübner, in dem sie ihre Gedanken und Gefühle zu einer Diagnose geteilt hat. Ihre Worte haben den Ausgangspunkt für diesen Text gebildet und dem Lied seine Richtung gegeben.

Der Song beschreibt den Moment, in dem eine Diagnose nicht nur Antworten bringt, sondern auch Verlust. Nicht den Verlust von Liebe oder Nähe, sondern von Zukunftsbildern, die sich plötzlich verändern. Es geht um Tränen, für die es oft keinen Raum gibt, und um eine Trauer, die erklärt werden soll, obwohl sie sich nicht rechtfertigen lässt.

Im Mittelpunkt steht die Ambivalenz zwischen Liebe und Schmerz. Zwischen dem Wissen, dass ein Kind seinen eigenen Weg gehen wird, und dem Gefühl, dass dieser Weg schwerer ist als erhofft. Die Trauer richtet sich nicht gegen das Leben, sondern gegen das, was anders kommt als gedacht.

Das von Ella Hübner gezeichnete Bild ziert das Cover dieses Songs und ergänzt die Inhalte um eine visuelle Ebene, die das Erlebte auf ihre eigene Weise einfängt.

Ellas Trauer ist ein Lied über das Recht zu trauern. Über das Zulassen von Schmerz, ohne die Liebe infrage zu stellen. Und über die Erkenntnis, dass beides nebeneinander existieren darf.

 

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Der Text zum Song:

Die Diagnose kam so still,
ein Schlag ins Herz, nicht das, was ich will.
Ich hab geweint, war voller Wut,
kein Trost, kein Wort tat meiner Seele gut.

Und alle sagten: „Es ist doch gleich,
halt durch, sei stark, du bist doch weich…“
Doch meine Tränen sind für die Zeit,
die uns genommen, die nie mehr bleibt.

Diese Trauer geht nicht fort,
trägt mich leise an jeden Ort.
Mal wie ein Schatten, mal wie ein Schrei,
manchmal zerreißt sie mich entzwei.
Und ich frage tausendmal:
Warum darf ich nicht weinen?
Warum soll ich es verneinen?
Diese Trauer – bleibt mein Lied.

Ich seh die Kinder Hand in Hand,
sie gehen allein, so unbekannt.
Ein Stich im Herzen, ein leiser Schmerz,
die Hoffnung zerspringt wie Glas im Herz.

„Du wusstest es doch“ – so klingt die Welt,
die meine Trauer in Ketten hält.
Doch ich betrauere nicht das Jetzt,
sondern die Zukunft, die anders ist als zuletzt.

Diese Trauer geht nicht fort,
trägt mich leise an jeden Ort.
Mal wie ein Schatten, mal wie ein Schrei,
manchmal zerreißt sie mich entzwei.
Und ich frage tausendmal:
Warum darf ich nicht weinen?
Warum soll ich es verneinen?
Diese Trauer – bleibt mein Lied.

Ich weiß, ihr Weg wird niemals leicht,
doch meine Liebe bleibt, sie reicht.
Träume, die verblassen, Stück für Stück,
doch in den Augen bleibt ihr Glück.

Diese Trauer bleibt bei mir,
wie ein Echo, ein Teil von hier.
Mal wie ein Schatten, mal wie ein Schrei,
doch meine Liebe trägt uns frei.
Und ich sag ein letztes Mal:
Ja, ich darf auch weinen,
werd es nie verneinen –
diese Trauer, sie gehört zu mir.

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